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Die Bobst Group gibt auch für das Geschäftsjahr 2024 sehr gute Finanzergebnisse bekannt

  • Umsatz bei CHF 1.891 Milliarden nach CHF 1.960 Milliarden im Jahr 2023.
  • Betriebsergebnis (EBIT) bei CHF 156 Millionen (CHF 147 Millionen in 2023).
  • Nettoergebnis bei CHF 96 Millionen (CHF 119 Millionen im Jahr 2023).
  • Barmittelzufluss aus Betriebstätigkeiten in Höhe von CHF 55 Millionen (CHF 45 Millionen im Jahr 2023).
  • Kapitalrendite (ROCE) bei 22.0% (24.9% im Jahr 2023).
  • Nettoverschuldung in Höhe von CHF 126 Millionen nach CHF 134 Millionen in 2023.
  • Dividende in Höhe von CHF 5 pro Aktie für das Jahr 2025 vorgeschlagen (CHF 5 Dividende pro Aktie in 2024).

Die Bobst Group meldet für das Gesamtjahr 2024 niedrigere Auftragseingänge als in 2023 und starke Umsätze. Der Auftragsbestand war deshalb sowohl bei Maschinen als auch bei Services niedriger als Ende 2023.

Die Bobst Group erwirtschaftete in 2024 einen Umsatz in Höhe von CHF 1.891 Milliarden, was einem Rückgang um CHF 69 Millionen oder -3.5% gegenüber 2023 entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug CHF 156 Millionen (CHF 147 Millionen in 2023), während sich das Nettoergebnis auf CHF 96 Millionen belief (CHF 119 Millionen in 2023). 

Die Rendite aus eingesetztem Kapital (ROCE) sank auf 22.0% gegenüber 24.9% im Jahr 2023. Der Barmittelzufluss aus Betriebstätigkeiten betrug CHF 55 Millionen, gegenüber CHF 45 Millionen im Jahr 2023. Die Barmittel stiegen im Berichtsjahr und verringerten die Nettoverschuldung auf CHF 126 Millionen (CHF 134 Millionen in 2023). Die Eigenkapitalquote stieg auf 28.8% von 25.7% im Vorjahr.

Angesichts der starken Finanzergebnisse empfiehlt der Verwaltungsrat der Generalversammlung, in 2025 eine Dividende in Höhe von CHF 5 pro Aktie auszuschütten.

Vor dem Hintergrund des niedrigeren Auftragsbestands und des zumindest für das erste Halbjahr 2025 geringeren Auftragseingangs, erwartet die Gruppe ein weniger günstiges Jahr 2025. Das ist hauptsächlich auf die Unsicherheiten zurückzuführen, die aus der gesamtwirtschaftlichen Lage in verschiedenen Märkten sowie der Vielzahl der geopolitischen Spannungen resultieren und die die Ergebnisse der Gruppe negativ beeinflussen können. Für das Gesamtjahr 2025 geht die Gruppe derzeit davon aus, dass der Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) unter dem Niveau von 2024 liegen werden.

  2024 2023
In Millionen CHF    
Umsatz 1891.2 1 960.3
Betriebsergebnis (EBIT) 155.6 147.2
Nettoergebnis 95.8 119.3

 

Auftragseingang und Auftragsbestand 
Die Gruppe startete in das Jahr 2024 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 30% niedrigeren Auftragsbestand bei Maschinen. Wie erwartet, lag der Auftragseingang in den meisten Monaten unter dem des Vorjahres. Der Dezember 2024 war stark, konnte aber die über das Jahr hinweg fehlenden Auftragseingänge nicht kompensieren. Das führte zu einem Rückgang des gesamten Auftragsvolumens um 6% gegenüber dem im Vorjahr erzielten Wert. Im Geschäftsbereich Printing & Converting lag der Auftragseingang um 13% unter dem des Vorjahres, mit unterschiedlichen Trends in den einzelnen Branchen. Im Geschäftsbereich Services & Performance stieg der Auftragseingang im Vergleich zu 2023 um 4%. Im Geschäftsbereich Printing & Converting ist der Auftragsbestand um etwa 35 % niedriger als Ende 2023 und liegt wieder auf dem Niveau vor Covid.

 

Umsatz
Im Gesamtjahr 2024 sank der Konzernumsatz um CHF 69 Millionen oder 3.5% auf CHF 1.891 Milliarden. Bereinigt um Währungseffekte und Übernahmen sank der Umsatz in 2024 um CHF 23 Millionen oder 1.2%. Eine Verbesserung von CHF 6 Millionen oder 0.3% ergab sich aus einer Änderung des Konsolidierungskreises aufgrund der Übernahmen in den Jahren 2023 und 2024. Die ungünstige Entwicklung der Wechselkurse hat sich mit CHF 52 Millionen oder -2.7% negativ auf den Umsatz ausgewirkt.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 beliefen sich die Umsätze auf CHF 1.063 Millionen gegenüber CHF 828 Millionen in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Printing & Converting sank um 7.2% auf CHF 1.221 Milliarden. Der Rückgang des Konzernumsatzes ist auf den geringeren Auftragsbestand bei Maschinen zu Beginn des Jahres und den niedrigeren Auftragseingang über das Berichtsjahr hinweg zurückzuführen. Mit Ausnahme des Marktsegments Etiketten, in dem das Hochwasser vom November 2023 das Ergebnis beeinträchtigt hatte, sanken die Umsätze in allen Branchen. 

Der Geschäftsbereich Services & Performance steigerte seinen Umsatz um 4.1% auf CHF 670 Millionen. Zu diesem Wachstum trugen alle seine Aktivitäten bei.

Umsatz 2024   2023   Δ%
In Millionen CHF          
Europa 824.8 43.6% 938.1 47.9% -12.1
Amerika 616.0 32.6% 609.7 31.1% +1.0
Asien und Ozeanien 389.1 20.6% 341.2 17.4% +14.0
Afrika 61.3 3.2% 71.3 3.6% -14.1
Gesamt 1891.2 100.0% 1 960.3 100.0% -3.5

 

Ergebnisse
Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug CHF 156 Millionen oder 8.2% des Umsatzes im Vergleich zu CHF 147 Millionen oder 7.5% des Umsatzes im Jahr 2023. Im Berichtsjahr erreichte die Gruppe ihr langfristiges Ziel einer Betriebsergebnismarge (EBIT) von wenigstens 8%.

Der Geschäftsbereich Printing & Converting erzielte ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von CHF 53 Millionen gegenüber CHF 42 Millionen im Jahr 2023. Die geringere Marge, die auf die niedrigeren Umsätze und die von der Fachmesse drupa verursachten höheren Kosten zurückzuführen ist, wurde mit einem guten Kosten-Management und weiteren Verbesserungen in den betrieblichen Prozessen kompensiert. Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit den im Jahr 2023 eingetretenen Ereignissen wirkten positiv auf das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs in einer Grössenordnung um etwa CHF 12 Millionen.

Der Geschäftsbereich Services & Performance erwirtschaftete ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 106 Millionen gegenüber CHF 108 Millionen im Vorjahr. Das Umsatzwachstum wirkte positiv auf das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs. Allerdings wurde dieser Effekt von den Kosten der Fachmesse drupa und den höheren IT-Kosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Implementierung von SAP Hana mehr als ausgeglichen. Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit den im Jahr 2023 eingetretenen Ereignissen wirkten positiv auf das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs in einer Grössenordnung um etwa CHF 5 Millionen.

Das Nettoergebnis sank auf CHF 96 Millionen gegenüber CHF 119 Millionen in 2023. Der Rückgang des Nettoergebnisses ist in erster Linie auf Verluste aus Währungsabsicherungen, die im Jahr 2023 den gegenteiligen Effekt hatten, sowie den Verkauf von Beteiligungen an BHS und IVG zurückzuführen. Der Einkommensteuersatz stieg aufgrund von Verlusten von Unternehmenseinheiten, bei denen im Jahr 2024 keine latenten Steueransprüche angesetzt werden, und einer ungünstigen Rentabilitätsstruktur der Gesellschaften der Gruppe in verschiedenen Ländern.

 

Bilanz
Das Nettoumlaufvermögen stieg von CHF 247 Millionen in 2023 auf CHF 359 Millionen im Berichtsjahr. Ein Abbau der Lagerbestände in Höhe von CHF 24 Millionen konnte den deutlichen Rückgang der Anzahlungen von Kunden, der auf den niedrigeren Auftragsbestand bei Maschinen zurückzuführen ist, nicht kompensieren. Der Barmittelzufluss aus Betriebstätigkeiten stieg auf CHF 55 Millionen gegenüber CHF 45 Millionen im Jahr 2023. Die Barmittel-Position stieg im Berichtsjahr um CHF 35 Millionen was zu einer Nettoverschuldung in Höhe von CHF 126 Millionen führte, gegenüber CHF 134 Millionen im Jahr 2023.

Die Bobst Group hat am 31. Januar 2024 eine Obligationenanleihe über CHF 200 Millionen ausgegeben. Die Einnahmen werden zur Rückzahlung der am 27. September 2024 fälligen Obligationenanleihe über CHF 135 Millionen und für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet.

Die Eigenkapitalquote stieg von 25.7% im Vorjahr auf 28.8% in 2024. Die Verbesserung der Quote ist hauptsächlich auf den Verkauf der Beteiligungen an BHS und IVG zurückzuführen.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sank auf 22.0% im Berichtsjahr und liegt weiterhin über dem Zielwert der Gruppe von mindestens 20%. Der Rückgang im Vergleich zu 24.9% im Jahr 2023 ist hauptsächlich auf den Anstieg des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen.

 

Vorschlag zur Dividende
Die Dividendenpolitik der Gruppe empfiehlt eine Ausschüttungsquote von wenigstens 50% des Konzernergebnisses nach Steuern. Angesichts der starken Finanzergebnisse empfiehlt der Verwaltungsrat der Generalversammlung, in 2025 eine Dividende in Höhe von CHF 5 pro Aktie auszuschütten (CHF 5 Dividende pro Aktie in 2024).

 

Ausblick auf das Jahr 2025
Der IWF prognostiziert für 2025 ein globales Wachstum von 3.3% und eine auf 4.2% sinkende Inflation. Allerdings bedrohen zunehmender Protektionismus und Spannungen im Handel die Stabilität. Das Wachstum wird anhalten, aber hohe Zinsen und Zölle könnten das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher dämpfen.

Die schwächere Konjunktur und Nachfrage in China sowie die Immobilienkrise belasten die Konsumausgaben. Europa kämpft mit hohen Kreditkosten und einer schwachen Industrie, was sich auf die Stimmung in der Geschäftswelt sowie der Konsumentinnen und Konsumenten auswirkt.

Der Verpackungsmarkt ist aufgrund von Zöllen auf Rohstoffe wie Aluminium und Kunststoffe von steigenden Kosten betroffen, womit auch die Produktionskosten steigen. Störungen in den Lieferketten könnten zu einem Anstieg der Preise für Unternehmen und Verbraucher führen. Indessen werden Regulierungen und umweltbewusste Konsumenten bei nachhaltigen Verpackungen zu einer weiter wachsenden Nachfrage führen und Unternehmen zwingen, ungeachtet wirtschaftlicher Unsicherheiten auf recycelbare und kohlenstoffarme Alternativen umzusteigen. 

Die Aussichten von BOBST für das Jahr 2025 sind gekennzeichnet von Beständigkeit, einer starken Fokussierung auf die Kundenzufriedenheit und der fortlaufenden Umsetzung der Vision unseres Unternehmens rund um die Gestaltung der Zukunft der Verpackungswelt. Mit Initiativen wie BOBST Connect - diese digitale Plattform wurde mit dem Ziel entwickelt, die Produktivität in der 

Verpackungsherstellung zu steigern, indem Daten und digitale Services verstärkt integriert werden - möchte das Unternehmen seine digitale Präsenz verstärken. 

Basierend auf der heutigen Bewertung des gesamten geschäftlichen Umfeldes und der Aussichten erwartet die Gruppe für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatz und ein Betriebsergebnis (EBIT) unter den Niveaus, die in 2024 erreicht wurden. Die langfristigen Ziele einer Betriebsergebnismarge (EBIT) von wenigstens 8% und einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 20% werden aufrechterhalten. Die langfristigen Ziele für die Dividendenausschüttungen und die Eigenkapitalquote lauten 30-35% für die Eigenkapitalquote und mindestens 50% des Konzernergebnisses nach Steuern für die Ausschüttungsquote.

 

Generalversammlung
Die Mandate aller Mitglieder des Verwaltungsrates müssen für ein Jahr erneuert werden. Auf der am 3. April 2025 stattfindenden Generalversammlung werden Alain Guttmann, Montserrat Peidro-Insa, Jürgen Brandt, Gian-Luca Bona and Marc Schuler für ein Jahr zur Wiederwahl vorgeschlagen. Thierry de Kalbermatten wird sich nicht zur Wiederwahl stellen, da er die Altersgrenze für Verwaltungsratsmitglieder erreicht hat. Thierry de Kalbermatten war mehr als zwanzig Jahre lang Vertreter der JBF Finance SA. Wir danken ihm für seinen wichtigen Beitrag im Verwaltungsrat und zu unserer Unternehmensentwicklung. Insbesondere dafür, dass er seine grosse Geschäftserfahrung, seine Professionalität und sein Verständnis für die Herausforderungen der Branche in unsere Gruppe eingebracht hat.

Domenico Iacovelli wird zur Wahl vorgeschlagen. Er ist Schweizer Staatsbürger und wurde 1976 geboren. Domenico Iacovelli ist eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit umfangreicher Erfahrung in der Leitung grosser Organisationen. Domenico hat eine nachgewiesene Erfolgsbilanz von erfolgreichen Turnarounds und der Förderung von profitablem Wachstum. Im Jahr 2000 kam er zu Induma Automation, wo er mehrere internationale Projekte, vor allem in China, leitete, und wechselte dann zu Bircher Process Control. Im Jahr 2006 wechselte er zur Soutec AG, wo er rasch aufstieg und schliesslich 2011 zum CEO ernannt wurde. Das Unternehmen wurde von Andritz übernommen, wobei Domenico weiterhin als CEO von Soutec tätig war. 2018 wurde er zum CEO des Schuler-Konzerns ernannt und 2022 Mitglied des Andritz-Konzernvorstands als EVP für den Geschäftsbereich Metalle und die Konzern-IT. Seit April 2024 ist er CEO von Bystronic.

 

Bobst Group SA, Mex, Switzerland

 

PDF Download Dokumente

Pressemitteilung

Annual report 2024 / APM

Non-financial report

 

Die heutige Informationssitzung – Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2024
Eine Telefonkonferenz für Finanzanalysten und die Medien findet heute, am 28. Februar 2025, um 10:30 Uhr in Mex statt. An der Konferenz kann auch online teilgenommen werden. Der Geschäftsbericht 2024, die Finanzberichte sowie die Übersetzungen dieser Mitteilung ins Französische und Deutsche werden auf der Website der Gruppe http://investors.bobst.com ab 07:00 Uhr morgens verfügbar sein. Die Präsentation wird ebenfalls ab 07:00 Uhr morgens verfügbar sein.


Kontakt
Investoren und Medien
Stefano Bianchi
Tel. +41 21 547 16 97
E-mail: investors(at)bobst.com

 

Disclaimer
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